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Flächen im Außenbereich: Sinnvolle Nutzungen statt bloßer Dekoration

Für viele Hausbesitzer muss der Außenbereich vor allem repräsentativ sein und dazu gut aussehen – selbst, wenn einige Elemente dort eine gewisse Funktion erfüllen. Aus diesem Grund haben verschiedene Fassaden, Dächer, Carports, Hofeinfahrten, Einfriedungen und vieles mehr neben ihrem eng umrissenen Hauptzweck lediglich eine dekorative Aufgabe.

Dabei gibt es gerade im Außenbereich verschiedene Möglichkeiten, um weitere Verwendungen zu finden, ohne die primären Funktionen einzuschränken – und so einen echten Mehrwert zu generieren. Wir geben Tipps und Informationen für eine sinnvolle Nutzung solcher Flächen am Haus und ringsherum.

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1. Aufgebrochene Flächenversiegelungen

In einer Welt ohne zivilisatorische Umgestaltung würde jeder einzelne Tropfen Regen, der über Land herunterkommt, auf einen unversiegelten Boden fallen. Dadurch würde das Wasser einem unverfälschten natürlichen Kreislaufzugutekommen. Also, die Böden durchnässen, allmählich ins Grundwasser versickern, von dort in Bäche und Flüsse, in die Meere, wo es wieder verdunstet und zu Wolken wird, die dann abregnen.

Das Problem: Insbesondere Gebäude und Straßen versiegeln einen erheblichen Teil dieser Oberflächen. Dadurch müssen schon die bei einem normalen Regen mehreren Liter pro Quadratmeter auf andere Weise abgeleitet werden – aus diesem Grund hat praktisch jedes Gebäude mehrere Regenrinnen, die typischerweise mit der Kanalisation verbunden sind.

Die Schwierigkeit entsteht vor allem dann, wenn durch die Klimakrise bedingte Extremwetterereignisse auftreten. In solchen Fällen sind die Kanalisationen oft überfordert. Dementsprechend verbleibt das Wasser auf versiegelten Oberflächen, staut sich, läuft unkontrolliert ab – und kann dadurch mitunter große Schäden verursachen. Etwa, wenn es in den Keller oder andere tieferliegende Gebäudeteile läuft. Nicht zuletzt beeinflusst die Ableitung über die Kanalisation die örtlichen Grundwasserpegel.

Für Hausbesitzer kann es sich deshalb gleich doppelt rentieren, rund ums Haus möglichst viele Versiegelungen (wieder) aufzubrechen.

Optionen und How-to

Die gute Nachricht vorweg: Ein solches Aufbrechen kann nicht nur auf vielfältige Weise erfolgen, sondern kann mitunter sehr kostengünstig sein. Stets beginnt alles damit, herkömmlich gepflasterte oder auf andere Weise nahezu wasserdichte Flächen wieder zu öffnen und das darunter verdichtete Erdreich aufzulockern. Dann stehen verschiedene Optionen zur Verfügung:

  • Kies und ähnlich lockeres Gesteinsmaterial.
  • Mutterboden mit entsprechender Bepflanzung – selbst Rasen ist geeignet.
  • Gitterroste aus Metall; kleinere Exemplare können beispielsweise gepflasterte Gartenwege ersetzen.
  • Rasengittersteine und ähnliche offene Pflasterelemente; hier gibt es mittlerweile auch sehr dezente Kunststofflösungen.

Insbesondere die letzten beiden Optionen sind interessant für Bereiche, die regelmäßig begangen oder gar befahren werden – denn die Tragkraft ist vergleichbar mit derjenigen herkömmlich gepflasterter, betonierter oder anderweitig versiegelter Oberflächen. Gleichsam wird jedoch eine erneute Verdichtung des Bodens vermieden und zwischen den Elementen kann beispielsweise Gras wachsen.

Übrigens lässt sich eine solche Auflockerung nicht nur am Boden realisieren, sondern ebenso dort, wo bislang dauerhaft geschlossene Dächer das darunterliegende Erdreich trockenhalten. Eine kleine Auswahl:

  • Pergolen statt geschlossener Terrassendächer.
  • Horizontal über Kopfhöhe gespannte Rankpflanzen als regendurchlässiger Sonnenschutz (etwa Weintrauben).
  • Markisen und ähnliche Faltdächer.

Letzten Endes ist alles gestattet, was es dem Regen ermöglicht, eine größere Fläche Erdreich zu bewässern. Bei vielen Lösungen sorgt das als Nebeneffekt für eine grünere, naturnähere Gestaltung.

2. Begrünte Fassaden

Zugegeben, wer vor nicht allzu langer Zeit seine Fassade vom Fachmann für gutes Geld streichen oder anderweitig gestalten lassen hat, der wird wohl jeder Veränderung kritisch gegenüberstehen. Allerdings hat eine teilweise oder idealerweise sogar ganz begrünte Fassade derartig viele Vorteile, dass sie in manchen Kommunen mittlerweile in den Bebauungsplänen vorgeschrieben und generell politisch empfohlen wird:

  • Die Fassade wird abgeschattet, dadurch heizt sie sich unter Sonneneinstrahlung weniger stark auf.
  • Zwischen und unter den Blättern entsteht eine isolierende Luftschicht, die (bei immergrünen Pflanzen) sogar ganzjährig dämmt.
  • Über die Blätter verdunstet Wasser, was das lokale Mikroklima durch Abkühlung positiv beeinflusst.
  • Die Begrünung wirkt wie ein Filter für verschiedene Schadstoffe in Luft und Regen. Unter anderem wird dadurch das Wandmaterial deutlich besser gegen sauren Regen geschützt.
  • Aufgrund der großen Fläche kann insbesondere eine vollständige Begrünung ein wichtiger Lebensraum und Nährstofflieferant für zahlreiche, mitunter bedrohte Tierarten sein.

Ganz nebenbei ist das Blattwerk ein natürlicher Schallschutz. Und da es sich jedes Jahr selbst erneuert, bleibt die Fassade ebenfalls für nahezu unbegrenzte Zeit optisch „wie neu“.

Eine Dachbegrünung statt eigenem Garten? Das sollten Sie sich gut überlegen.

Die Entscheidung, ob Sie bei Ihrem neuen Haus auf eine Dachbegrünung setzen, sollte wohl überlegt sein. Manches spricht dafür und anderes dagegen. Wägen Sie gut ab.

Optionen und How-to

Am stärksten wirkt eine solche Fassade, wenn sie vollflächig begrünt ist. Das Anlegen ist ebenso keine schwierige Angelegenheit wie es die Pflege ist. Vielmehr müssen sich Hausbesitzer primär um einige Details Gedanken machen:

  • Sollen es Pflanzen sein, die von selbst klimmen oder solche, die eine Rankhilfe benötigen?
  • Ist die Fassade rau genug, um genügend Halt zu bieten?
  • Ist die Fassade vollkommen frei von jeglichen Beschädigungen, damit die Pflanzen dort nicht eindringen und zu größeren Beschädigungen durch Abplatzungen führen können?
  • Wie wichtig ist ein ganzjähriges Blätterkleid?
  • Wie rasch soll die Fassade zugewachsen sein?

Das heißt, mitunter kann es nötig sein, zusätzliche Rankhilfen an der Fassade zu befestigen – nicht zuletzt, um eine zu „wilde“ Optik zu vermeiden. Erfahrene Gärtner und Selbermacher können hier durchaus in Eigenregie vorgehen. Falls nicht, so sind Gartenbaubetriebe die perfekten Ansprechpartner.

Eines sollten Hausbesitzer jedoch in jedem Fall zusätzlich tun: Ihre Fenster außen mit robusten Insektenschutzgittern versehen. Andernfalls verirren sich die vielbeinigen Bewohner der lebenden Fassade erfahrungsgemäß rasch ins Gebäudeinnere – das mag nicht jeder.

Nicht zuletzt lohnt sich beizeiten die Anschaffung einer Hochheckenschere mit Teleskopstiel, damit die Pflanzen von den Fenstern, der Dachrinne und dem Dach ferngehalten werden können – selbst an einem großen Haus eine Arbeit, die kaum mehr als eine Stunde beansprucht.

3. Praktisch genutzte Nebendächer

Bei den meisten neuen Gebäuden hat das Hausdach selbst zumindest eine teilweise Zweitverwendung als Träger von Photovoltaik- oder Solarthermiemodulen. Verstärkt wird diese Tatsache durch die in immer mehr Bundesländern gültigen oder geplanten PV-Pflichten.

Allerdings sind Vordächer, Terrassendächer, Carportdächer und ähnliche Nebendächer bei den meisten Gebäuden von einer solchen Nutzung ausgenommen. Stellt sich die Frage: warum? Wenn diese Oberflächen grundsätzlich sonnengünstig gelegen sind, dann sind sie ebenso gut für die Erzeugung von Sonnenstrom geeignet.

Optionen und How-to

Wer diesen Grundgedanken bei sich umsetzen möchte, der steht häufig vor einer Herausforderung: Die festinstallierte PV-Anlage lässt sich oftmals nicht ohne Weiteres upgraden. Etwa, weil der Wechselrichter nicht für mehr Module ausgelegt ist oder die Verkabelung unbotmäßig aufwändig wäre – oder das Nebendach nicht tragfähig genug ist.

Ein Ausschlusskriterium ist das jedoch keineswegs. Dafür steht die niedrigschwellig einsetzbare, staatlich stark begrüßte und unterstützte Technik der Balkonkraftwerke. Entgegen ihrem Namen sind diese definitiv nicht nur zur Installation an Balkonen und deren Umrandung gedacht. Mit entsprechenden Halterungen ist ein Aufbau auf sehr vielen Oberflächen möglich, darunter eben sämtliche Nebendächer.

Was diese Systeme neben dem günstigen Preis so interessant macht, ist die einfache Installation: Da es sich um Stand-Alone-Solarkraftwerke handelt, müssen sie nur standortentsprechend sonnengünstig ausgerichtet werden. Die einzige weitere Handlung besteht darin, das Kabel mit einer herkömmlichen Schuko-Steckdose zu verbinden; daher ist für die Installation kein Elektriker vonnöten (wenngleich jedoch mitunter ein Dachdecker angeraten ist).

Dazu noch ein Tipp: Balkonkraftwerke profitieren von einem stark vereinfachten Anmeldeprozedere beim Netzbetreiber. Das gilt jedoch nur, wenn pro Stromkreis lediglich einer dieser Erzeuger angeschlossen wird. Da jedoch moderne Häuser mindestens 3 Steckdosenstromkreise aufweisen müssen, ist völlig legal mehr drin als nur ein Balkonkraftwerk.

4. Einfriedungen, die den Speiseplan erweitern

Die Einfriedung: Für viele ist sie lediglich ein Sichtschutz, damit die Nachbarn nicht das ganze Grundstück überblicken können – und damit vielleicht Haustiere und Nachwuchs unbeaufsichtigt spielen können. Darüber hinaus sind Mauern und Zäune jedoch der Archetypus eines lediglich zierenden Elements. Dabei muss es jedoch nicht bleiben.

Denn was hier senkrecht auf der Grundstücksgrenze in die Höhe ragt, ist theoretisch und praktisch bestens geeignet, um daran auf unterschiedliche Weise zu gärtnern – und dadurch sogar die eigene Beetfläche für Gemüse und Obst zu vergrößern.

Optionen und How-to

Dazu ist einmal mehr kein wirklich großer Aufwand nötig. Zudem bieten sich verschiedenste Optionen an – je nach Art der Einfriedung und den Wünschen der Besitzer.

  • Grundsätzlich kann ganz einfach das Erdreich unmittelbar vor der Einfriedung aufgelockert und so zu einem Beetstreifen gemacht werden. In diesem Fall werden darin Pflanzen gesetzt, die es stark nach oben zieht. Das können beispielsweise Stangenbohnen sein, Weinreben, Klettergurken, Kürbisse oder andere Sorten.
  • Bei vielem aus der Kategorie Zaun genügt der Aufbau allein, um den Pflanzen eine Rankhilfe zu bieten. Bei glatten Mauern, Sichtschutzwänden und geschlossenen Holzzäunen hingegen ist es nötig, zusätzliche Rankhilfen anzubringen – beispielsweise entsprechend zugeschnittene und mit Distanzstücken befestigte Armierungsgitter.
  • Ist es nicht gewünscht oder möglich, das Erdreich vor der Einfriedung zum Beet zu machen, dann können alternativ verschiedene Pflanzbehälter daran befestigt werden. Hier gibt es unterschiedliche Lösungen bis hin zu speziellen Gittermatten mit Dutzenden integrierten Pflanztöpfchen. Darin können dementsprechend nicht rankende Pflanzen wachsen.

Solange die Einfriedung von der Sonne beschienen wird, sind der Fantasie ungeachtet der Art der Einfriedung keinerlei Grenzen gesetzt. Mitunter gestatten die örtlichen Vorgaben sogar lebende Einfriedungen. In diesem Fall müssen es nicht solche Klassiker wie Kirschlorbeer oder Buchsbaum sein, sondern könnte die Einfriedung stattdessen aus Himbeer-, Stachelbeer-, Johannisbeer- oder ähnlichen Beerensträuchern bestehen.

Nur um eine Sorte sollten Hausbesitzer wegen des großen damit verbundenen Arbeitsaufwandes einen weiten Bogen machen: Brombeeren. Sie haben einen extremen, wuchernden Wuchs, sind sehr stachelig und nur schwierig zu bändigen. Zudem sind sie selbst durch Ausgraben kaum auszurotten. Schon ein kleiner Wurzelrest genügt, um neue Triebe hervortreten zu lassen. Obendrein darf nichts davon auf den Kompost, da sich dort sofort eine neue Pflanze ansiedeln würde.

5. Vorgartenbeete als Rote-Liste-Refugien

Nicht nur Naturschützer freuen sich, dass der Trend zu Stein(vor)gärten allmählich abebbt – vielerorts jedoch erst durch staatliche Verbote. Nun ist der Vorgarten zwar eine sinnvolle Grünfläche. Allerdings ist es absolut verständlich, wenn Hausbesitzer hier der Repräsentativität einen großen Vorrang einräumen möchten – hier Tomaten oder Kartoffeln zu setzen, würde wohl zurecht die Nachbarn amüsieren.

Gerade weil der Vorgarten für die meisten kein Hort für Nutzpflanzen ist, ist er ein perfekter Ort, um dort solche zierenden Stücke zu setzen, die in der freien Natur selten geworden sind.

Optionen und How-to

Leider, so muss man es schreiben, haben Hausbesitzer hier sehr viele Optionen. Selbst wenn man sich nur auf die rote Liste von in Deutschland heimischen, an Land wachsenden Pflanzen beschränkt, kommt hier leider einiges zusammen.

Dann sind einige Schritte besonders wichtig:

  • Bei den ausgewählten Pflanzen überprüfen, ob sie miteinander und den Standortbedingungen des Vorgartens harmonieren.
  • Saatgut bzw. Setzlinge unbedingt von seriösen Züchtern kaufen. Keinesfalls aus der Natur entfernen.
  • Die Pflanzen entsprechend ihrer Ansprüche sehr gut pflegen, schützen und nach Möglichkeit weiter vermehren.

Selbst wenn im Vorgarten nur eine kleine Handvoll solcher Gewächse steht, ist der Natur im großen Maßstab schon ein Dienst erwiesen. Wer zudem noch gezielt sogenannte Neophyten von seinem Grundstück entfernt, der tut der Natur gleich doppelt Gutes.

6. Naturteiche als Bewässerungsspeicher

Ein Teich steht bei vielen Hausbesitzer recht weit oben auf der Liste für den Garten. So allerdings, wie er typischerweise angelegt wird, ist er wirklich nur ein Zierelement, das nicht einmal für die Natur von sonderlichem Wert ist.

Allerdings gibt es verschiedene Arten von Teichen. Und außerdem die Möglichkeit, Regenwasser nicht in die Kanalisation, sondern in dieses Gartenbecken zu leiten. Zusammen ergibt sich daraus ein mehrwertiger Helfer, der unter anderem beim Gärtnern unschätzbare Hilfe leisten kann.

Optionen und How-to

Im Prinzip ist das Anlegen eines Naturteichs nicht schwieriger als das eines klassischen Fisch- oder Schwimmteichs – bloß sind Vorgehensweise und Zielsetzung anders:

  • Die Anlage muss mit Folie erfolgen, da der Teich stufenartig in verschieden tiefe Zonen unterteilt wird. In der Mitte kann der Teich für mehr Volumen besonders tief gemacht werden.
  • Auf die Folie wird spezielles Teichsubstrat gegeben. Denn der gesamte Grund wird später von Pflanzen besiedelt sein.
  • Es wird das Wasser von Dachflächen eingeleitet. Das sollte jedoch zuvor gefiltert werden. Etwa, indem es durch ein zusätzlich angelegtes Sandbecken geleitet wird. Das verhindert ein Einbringen von unerwünschtem Schmutz, etwa Abrieb/Fasern der Dacheindeckung.

Mitunter kann neben diesem Teich sogar noch ein zweites Becken oder eine unterirdische Zisterne als Überlauf angelegt werden. Im Normalzustand bietet der Teich dann ein wertvolles Refugium für die Tier- und Pflanzenwelt – ohne allerdings ein Fischteich zu sein. Da sein Volumen jedoch durch die größere Tiefe recht hoch ist, kann er ebenso ohne Gefahr für den Wasserstand und die Bewohner genutzt werden, um Regenwasser für die Beete zu entnehmen.

7. Carport-Stützkonstruktionen zur Brennholztrocknung

Der Carport ist für viele der niedrigschwelligste überdachte Stellplatz. Sein zentrales Merkmal: Nur das Dach ist geschlossen. Die Wände sind hingegen eine offene Konstruktion; oft nicht mehr als die senkrechten tragenden Säulen.

Bei der Errichtung ist das viel günstiger als eine Garage. Außerdem trocknet das vollgeregnete Auto rascher – gut gegen Korrosion. Wer jedoch (auch) mit Holz heizt und außerdem nicht zwingend diese ganz offene Wandgestaltung benötigt, der kann gleich zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen.

Optionen und How-to

Brennholz muss trocken sein. Gesetzlich vorgegeben ist eine Restfeuchte von höchstens 25 Prozent, wobei 20 und weniger ideal sind. Das bedeutet zwei Dinge:

  • Frisch geschlagenes Holz muss mindestens einige Monate oder gar Jahre lagern, bis es auf diesen Wert abgetrocknet ist.
  • Ofenfertig bearbeitetes und getrocknetes Holz muss durch eine korrekte Lagerung vor erneutem Durchfeuchten geschützt werden.

Angesichts dessen ist der Carport tatsächlich ideal. Er ist überdacht, aber an den Seiten offen. Auf vielen Grundstücken ist er sogar ringsherum weit offen, wodurch es einen steten trocknenden Luftstrom gibt.

Der Rest ist buchstäblich nur klassisches Aufsetzen der Holzscheite – eben in den Zwischenräumen der offenen Seitenkonstruktion. Zwar lassen sich hier nur ein bis zwei Scheitreihen tief aufsetzen. Durch die insgesamt recht große Fläche eines Carports ergibt sich jedoch trotzdem eine ziemliche Lagerfläche, die bei vielen Hausbesitzern genügen dürfte, um mit dem typischen Wohnzimmer-Kaminofen durch den Winter zu kommen.

Höchstens ist es nötig, diese lockere Holzwand durch quer gespannte dünne Drähte zu sichern. Das ist immer dann der Fall, wenn der Holzstapel etwa Brusthöhe erreicht. Zumal durch die unvermeidlichen Lücken zwischen den Scheiten weiterhin die Luft den Carport durchströmen kann – und manchem dürfte die rustikale Optik des aufgeschichteten Holzes ebenfalls zusagen.

8. Wildtierfreundliche Gärten

Speziell eher ländliche Neubaugebiete befinden sich häufig auf einstigen Kultur- oder Naturflächen; etwa ehemaligen Feldern. Dadurch gibt es oftmals noch eine bestehende Verbindung zu der verbliebenen Landschaft ringsherum – wodurch solche Siedlungen automatisch von vielen Wildtieren frequentiert werden, zumindest theoretisch. Praktisch hingegen werden viele Grundstücke derart „dicht gemacht“, dass höchstens noch kleinste Tiere wie Maus oder Siebenschläfer sich ungestört darauf bewegen können.

Einmal mehr spielt die Einfriedung hier eine wichtige Rolle – ebenso jedoch andere Elemente.

Optionen und How-to

Zunächst einmal sollten Hausbesitzer sich einer Sache bewusst sein: Nur, weil sie vielleicht noch keine Wildtiere rings ums Haus beobachtet haben, bedeutet das definitiv nicht, es gäbe in der Siedlung keine. Unter anderem liegt das daran, weil viele dieser Tiere sehr scheu und häufig nachtaktiv sind.

Heißt: Wenn das Baugebiet an offene Natur oder Felder angrenzt, wird es mit höchster Wahrscheinlichkeit Wildtiere geben. Und ihnen kann man vergleichsweise einfach helfen:

  • Am Boden der Einfriedung ungefähr alle zwei Meter Öffnungen schaffen. Zirka 10 x 10 Zentimeter genügen bereits, damit sich Igel und ähnliche Tiere ungehindert bewegen können. Bitte in diesem Fall unbedingt abends, nachts und frühmorgens keine Mähroboter laufen lassen. Selbst dann nicht, wenn diese als igel- oder wildtiersicher beworben werden. Das Risiko, diese Tiere trotzdem zu verstümmeln oder gar zu töten, ist viel zu groß.
  • Gerne einen etwa drei, vier Meter hohen Mast mit einer oben montierten Querlatte aufstellen. Er dient Wildvögeln als wertvoller Ort, um von dort nach Beute im Garten zu spähen.
  • Tränken aufstellen. Sowohl am Boden als auch erhöht – dann können sich Vögel, Insekten und Säugetiere damit versorgen. Ganz wichtig: Bitte in allen Schalen den Boden mit aus dem Wasser ragenden Kieselsteinen bedecken, damit insbesondere Insekten darin nicht ertrinken.
  • Nist- und Vogelkästen aufhängen. Dafür eignen sich unter anderem die Räume unter den Dachüberständen von Garagen oder Gartenhäusern.

Wenn es der Platz im Garten hergibt, wäre es zudem eine Option, an einer Stelle, die möglichst in Richtung der „offenen Natur“ weist (selbst wenn dazwischen noch andere Häuser stehen), einen losen Steinhaufen aufzuschichten – etwa aus offenporigem Vulkangestein.

Derartige Steinhaufen (oder analog konstruierte Trockenmauern) bieten durch ihre zahlreichen Spalten einen wertvollen Lebensraum für kleine Reptilien wie Eidechsen und diverse Insekten. Übrigens kann dieses System natürlich mit anderen Notwendigkeiten kombiniert werden – etwa als Trockenmauer.

Zusammengefasst: Der Außenbereich des Hauses kann viel mehr, als nur gut aussehen

Das äußere Umfeld eines Eigenheims ist eine wichtige Visitenkarte, die die ganze Anmutung nachhaltig beeinflusst. Allerdings sollte dieser Leitgedanke, so wichtig er ist, nicht dazu führen, draußen keinen anderen Nutzen als eine reine Optik zu suchen. Selbst kleine Häuser und Grundstücke bieten zahlreiche Möglichkeiten, um einen viel größeren Nutzwert zu erzielen. Ob dieser nun den Bewohnern, der Umwelt, der Natur, dem Klima oder allen vieren zugutekommt, ist dabei fast zweitrangig.

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